Fünf Mythen auf die Ihr Onlineshop besser nicht hereinfällt
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Carl Pfaffenberger
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Die Online Marketing Landschaft ist im ständigen Wandel. Je mehr sich die"Offline"-Welt ins Internet verlagert, umso mehr Gedanken machen auch Sie sich darüber, wie Ihr Onlineshop von den neuesten Trends profitiert. Im Internet finden Sie zahllose Artikel zum Thema Online Marketing, deren Wahrheitsgehalt mal höher, mal niedriger ist. Damit sie die Spreu besser vom Weizen trennen können, haben wir für Sie eine kleine Liste an Behauptungen zusammenstellt, denen Sie keinen Glauben schenken sollten: Die fünf Mythen des Online Marketing.
1."Ein gutes Produkt verkauft sich von selbst"
Eine Fehleinschätzung, die Ihnen zahlreiche Probleme bescheren wird. Viele Menschen denken beispielsweise, dass sich jedes neue Produkt von Apple ganz von selbst verkauft. Tatsächlich muss (selbst) Apple jedes Jahr Millionen Dollar ins Marketing stecken, um die Marke immer bekannter zu machen und im Gespräch zu halten.
Selbst wenn Sie glauben, ein führendes Produkt in Ihrer Marktnische zu haben, müssen Sie dieses auf vielfältige Weise richtig bewerben. Denken Sie sich eine nette Werbekampagne aus, bewerben Sie Ihr Produkt aktiv, erwähnen Sie die technischen Spezifikationen und glauben Sie auf keinen Fall, dass es sich ganz von alleine verkaufen wird.
Im Schnitt liegt die Zahl der Conversions bei etwa 1 Prozent und diese Rate ist auch bei Onlineshops mit einem echten Top-Produkt kaum höher. Letztendlich geht es um das Gesamtbild aus Design und Nutzerfreundlichkeit der Website, gutem Kundenservice, Suchmaschinenoptimierung, usw. Auch das beste Produkt kann obendrein unter Conversion-Killern leiden.
2."Kunden lieben eine informelle hippe Kommunikation"
Das Internet ist allgemein nicht so formal wie die echte Welt da draußen. Dies verleitet viele Unternehmen dazu, ihren geschäftlichen Umgangston zu verändern. Klingt eigentlich nach einer prima Entwicklung, die die früher so steif und streng wirkende Geschäftswelt zugänglicher wirken lässt. Allerdings gibt es auch Grenzen…
Versuchen Sie Ihre Werbebotschaft zu hip oder lässig zu verpacken, kann die Ihre Kunden misstrauisch werden lassen. Sie könnten schnell den Eindruck wecken, alles auf die leichte Schulter zu nehmen, obwohl Sie letztendlich natürlich auch Gewinne machen möchten. Besser ist eine Mischung aus Ehrlichkeit und Zugänglichkeit. Ein informeller Approach, bei dem Sie dem Kunden dennoch genau das sagen, was er hören möchte.
3."E-Mail-Marketing funktioniert nicht"
Vielfach herrscht die Ansicht vor, dass kommerzielle E-Mails mit Spam gleichgesetzt und gar nicht gelesen werden. Doch seit Unternehmen wirklich interessante Angebote für ihre Kunden haben und immer mehr Menschen im Internet auf Schnäppchenjagd gehen, gilt diese ungeschriebene Regel nicht mehr. Natürlich werden längst nicht alle kommerziellen E-Mails gelesen, aber viele wecken heute das Interesse potenzieller Kunden. Das Ausprobieren lohnt sich also sowohl bei Newslettern an Bestandskunden als auch bei kalten E-Mail-Kampagnen.
DieseStudie besagt sogar, dass E-Mail-Marketing effektiver ist als Social Media- Werbung. Wollen Sie E-Mail-Marketing selbst einmal ausprobieren? Schauen Sie sich die Mail Chimp App an!
4."Viel Traffic führt automatisch zu Conversions"
Für Ihren Onlineshop gibt es nichts wichtigeres, als möglichst viele Besucher auf Ihre Website zu locken. Allerdings ist es mit dem Traffic alleine nicht getan. Dies ist nur der erste Schritt in einem Prozess, der zu Conversions und damit zu Umsätzen führt. Viel Traffic bringt Ihnen daher nicht automatisch viele Conversions.
Verzeichnen Sie viel Traffic in Ihrem Onlineshop, aber es gelingt Ihnen nicht, aus den Besuchern Kunden zu machen? Vielleicht fehlen diese Funktionen noch in Ihrem Onlineshop!
Möglicherweise locken Sie auch qualitativ weniger wertvollen Traffic an oder Ihre Besucher finden ganz einfach nicht, was sie suchen. Sie sollten daher Google Analytics-Berichte sorgfältig analysieren und daraus Ihre Schlüsse ziehen.
…Moment, Sie benutzen noch gar keine Analytics-Software?
5."Ich habe gute Ergebnisse, ich brauche keine teuren Datenanalysen"
Diese Annahme ist leider nicht richtig. Selbst wenn Ihr Onlineshop gut läuft, sollten Sie auf die Daten von hilfreichen Tools wie Google Analytics nicht verzichten. Online Marketing basiert aufDaten und je intensiver Sie analytische Tools nutzen, umso eher können Sie Ihre derzeit zufriedenstellenden Umsätze noch weiter steigern. Natürlich stimmt es schon, dass diese Analysen Sie auch Geld kosten können, aber Ihnen stehen eine ganze Reihe kostenloser Tools zur Verfügung, die Ihnen wichtige Daten liefern, wie eben Google Analytics.
Kunden haben heute die Wahl zwischen tausenden Onlineshops. Es liegt bei Ihnen, konkret auf ihre Wünsche einzugehen und ihr Verlangen zu wecken, so dass Ihnen keine Umsätze gehen. Dies gelingt Ihnen am besten mit den gesammelten Daten aus Ihrem Onlineshop. Um weitere Informationen zur Arbeit mit Google Analytics zu erhalten, lesen Sie sich unser Google Analytics Whitepaper durch.
Über den Autoren
Branko ist bei SEOshop für das Content Marketing zuständig. In seinen wöchentlichen Blogbeiträgen informiert er die Leser über die neuesten Trends im Bereich E-Commerce und hält wertvolle Tipps für Onlineshop-Betreiber bereit. Branko hält sich mit der täglichen Lektüre von führenden Blogs und Medien-Websites über die neuesten Entwicklungen in der Technologie und im Online Marketing auf dem Laufenden. Sein großes Interesse für E-Commerce nutzt er um Artikel zu spannenden Innovationen zu verfassen und diese mit wichtigen Fakten zu unterfüttern.